Malta Roadtrip Route: Der komplette Guide für 2027

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Ein Malta-Roadtrip ist kompakter als erwartet – und genau das ist seine Stärke. Die Insel misst gerade einmal 27 mal 14 Kilometer, trotzdem lassen sich Valletta, Mdina, die Dingli Cliffs, Marsaxlokk und die Blaue Grotte problemlos per Mietwagen miteinander verbinden. Wer die Route klug plant, bekommt auf wenig Fläche außergewöhnlich viel Geschichte, Küstenlandschaft und kulturelle Dichte.

Inhaltsverzeichnis

Kurz zusammengefasst

Malta lässt sich in 3 bis 7 Tagen per Mietwagen komplett erkunden. Für eine sinnvolle Rundreise mit Gozo-Abstecher sind mindestens 5 Tage empfehlenswert. Linksverkehr, schmale Gassen und seltene Parkmöglichkeiten in Altstädten erfordern etwas Vorabplanung.

Wichtiger Hinweis

Malta hat Linksverkehr – britisches System. Wer damit wenig Erfahrung hat, sollte sich am ersten Tag bewusst Zeit lassen und möglichst außerhalb der Stoßzeiten in Valletta oder Sliema fahren. Enge Dorfstraßen sind keine Seltenheit.

Das Wichtigste in Kürze

  • 3 Tage: Valletta, Mdina, Süden (Blaue Grotte, Marsaxlokk)
  • 5 Tage: Zusätzlich Norden, Westen und Gozo-Tagesausflug
  • 7 Tage: Alle Regionen + 2 Tage Gozo, entspannter Rhythmus
  • Mietwagen ist praktisch unverzichtbar – öffentliche Busse sind langsam
  • Früh starten zahlt sich aus: Parkplätze und Sehenswürdigkeiten füllen sich schnell
  • Fähre nach Gozo: Ċirkewwa, Überfahrt ca. 25 Minuten, kein Vorbuchen nötig
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Lena Kaufmann
Reisejournalistin mit Schwerpunkt Mittelmeer, vier Malta-Aufenthalte seit 2017. Schreibt über Roadtrip-Logistik und Kulturreisen für deutschsprachige Magazine.
„Maltas größte Überraschung: Man fährt zwanzig Minuten und steht vor einem Tempel, der älter ist als Stonehenge. Das vergisst man nicht so schnell.“

Wie viele Tage braucht man für einen Malta-Roadtrip?

Mindestens 3 Tage für die Haupthighlights, 5 bis 7 Tage für eine entspannte Rundreise mit Gozo und Strandtagen.

Die Insel ist klein, aber die Dichte an Sehenswürdigkeiten täuscht. Wer jeden Spot abhaken will, stresst sich unnötig. Realistischer ist eine Planung mit 3 bis 4 Stopps pro Tag, dazwischen kurze Fahrten von 20 bis 40 Minuten. Comino lässt sich als Bootsausflug integrieren, Gozo als eigener Abschnitt.

Drei Tage reichen für das Wesentliche auf Malta selbst – Valletta, Mdina, den Süden. Wer Gozo ernstnehmen möchte, braucht mindestens zwei weitere Tage. Sieben Tage insgesamt ist das komfortabelste Format für Familien oder alle, die auch mal spontan irgendwo länger bleiben wollen.

Welche Route eignet sich für einen 3-Tage-Roadtrip?

Tag 1: Valletta und Three Cities. Tag 2: Mdina, Dingli Cliffs, Blaue Grotte. Tag 3: Marsaxlokk, Ħaġar Qim, Golden Bay.

Diese Kompaktroute funktioniert mit einer Unterkunft in St. Julian’s oder Sliema als Basis. Von dort aus sind alle drei Tagesetappen gut erreichbar, ohne täglich umzuziehen. Valletta verdient mindestens einen halben Tag – wer nur durchfährt, verpasst die Substanz.

Tag Route Highlights Fahrzeit gesamt
Tag 1 Basis → Valletta → Three Cities Oberer Barrakka-Garten, Vittoriosa ca. 45 Min.
Tag 2 Basis → Mdina → Dingli Cliffs → Blaue Grotte Stille Stadt, Klippen, Bootsfahrt ca. 1,5 Std.
Tag 3 Basis → Marsaxlokk → Ħaġar Qim → Golden Bay Fischmarkt, Tempel, Strand ca. 1,5 Std.

Was ist die beste Route für einen 5-Tage-Roadtrip?

Die 3-Tage-Route plus Tag 4 im Norden (Golden Bay, Popeye Village, Mellieħa) und Tag 5 als Gozo-Tagesausflug.

Mit fünf Tagen wird der Rhythmus deutlich entspannter. Man kann die Dingli Cliffs zum Sonnenuntergang besuchen, in Marsaxlokk frühstücken oder am Sonntag zum Fischmarkt fahren. Der Norden mit dem Popeye Village ist eher ein Ausflug für neugierige Reisende – wer Filmkulissen mag, wird es mögen, wer nicht, lässt es aus.

Der Gozo-Tag ist trotzdem fast immer ein Highlight. Die Insel fühlt sich ruhiger an, grüner, weniger touristisch. Fähre in Ċirkewwa nehmen, Mietwagen mitnehmen, Victoria und die Zitadelle besuchen, Ramla Bay kurz ansteuern – das passt gut in einen langen Tag.

Welche Route für einen 7-Tage-Roadtrip mit Gozo?

Malta 4 Tage, Gozo 2 Tage, 1 Puffertag für Strand oder spontane Entdeckungen – das ist das komfortabelste Format.

Wer eine Woche hat, kann auch auf Gozo übernachten. Das verändert das Reisegefühl erheblich – abends, wenn die Tagestouristen mit der Fähre zurück sind, wird die Insel sehr still. Xlendi Bay oder Marsalforn eignen sich gut als Basis auf Gozo.

Expert Insight: Viele Reisende unterschätzen Gozo und planen nur einen Tag ein. Dabei hat die Insel mit dem Hypogäum-Äquivalent Ggantija-Tempel, den Inland Sea bei Dwejra und dem Salzbecken bei Xwejni genug für zwei volle Tage – ohne Hektik.

Welche Sehenswürdigkeiten sind auf einem Malta-Roadtrip ein Muss?

Valletta, Mdina, Blaue Grotte, Ħaġar Qim, Marsaxlokk, Dingli Cliffs und auf Gozo die Ggantija-Tempel und Dwejra.

Das Hypogäum in Paola ist eines der eindrucksvollsten prähistorischen Bauwerke Europas – aber Tickets sind stark limitiert und müssen Wochen im Voraus gebucht werden. Wer spontan plant, verpasst es oft. Die oberirdischen Tempel Ħaġar Qim und Mnajdra im Süden sind dagegen jederzeit zugänglich und geben ein ähnliches Gefühl für Maltas bronzezeitliche Vergangenheit.

Wie plane ich die perfekte Tagesroute im Norden Maltas?

Mellieħa als Startpunkt, dann Ċirkewwa, Golden Bay, Popeye Village – die ganze Runde dauert entspannt einen halben Tag.

Der Norden Maltas ist ruhiger als der Rest der Insel. Mellieħa hat den größten Sandstrand des Landes, und die Straße entlang der Halbinsel Ras il-Qammieħ ist einer der wenigen echten Scenic Drives auf Malta. Das Popeye Village in Anchor Bay ist ein ausgedientes Filmset aus dem Jahr 1980 – heute ein Freizeitpark für Familien. Für Erwachsene ohne Kinder reicht ein Blick vom Parkplatz.

Welche Route führt zu den schönsten Orten im Süden Maltas?

Marsaxlokk früh morgens, dann Ħaġar Qim, Blaue Grotte und am Nachmittag Richtung Birżebbuġa oder Ċirkewwa zurück.

Marsaxlokk ist am Sonntagmorgen am beeindruckendsten – der Fischmarkt ist dann in vollem Betrieb, die bunten Luzzus im Hafen leuchten im Morgenlicht. Wer unter der Woche fährt, sieht trotzdem den Hafen und findet bessere Parkplätze. Ħaġar Qim und die direkt benachbarten Mnajdra-Tempel liegen nur wenige Gehminuten auseinander – beide zusammen besuchen.

Was sollte man im Westen Maltas besuchen?

Dingli Cliffs, Rabat mit dem angrenzenden Mdina, und – wer Zeit hat – die ruhige Küste bei Fomm ir-Riħ Bay.

Die Dingli Cliffs sind Maltas höchster Punkt und einer der wenigen Orte auf der Insel, wo man Weite spürt. Frühmorgens oder kurz vor Sonnenuntergang ist die Atmosphäre dort besonders stark. Die Straße entlang der Klippen ist schmal aber problemlos befahrbar.

Welche Highlights bietet die Route im Osten Maltas?

Three Cities (Vittoriosa, Cospicua, Senglea), Marsaxlokk und der Grand Harbour-Blick von Kalkara.

Die Three Cities werden oft zugunsten von Valletta vernachlässigt. Das ist ein Fehler. Vittoriosa besonders hat eine Dichte an historischer Substanz, die kaum touristisch überformt wirkt. Man parkt außerhalb und läuft zu Fuß – die engen Gassen lassen kein Auto durch. Vom Gardjola-Garten in Senglea hat man einen der schönsten Blicke auf Valletta.

Wie integriere ich Valletta optimal in meine Route?

Valletta am Morgen besuchen, Parkplatz außerhalb der Stadtmauern wählen, zur Mittagszeit weiterfahren – so umgeht man den schlimmsten Verkehr.

Valletta ist Europas kleinste Hauptstadt, aber das Straßennetz innerhalb der Mauern ist für Selbstfahrer frustrierend. Die Park-and-Ride-Option am Stadtrand ist die entspannteste Lösung. Pflicht: Oberer Barrakka-Garten für den Grand-Harbour-Blick, St. John’s Co-Cathedral und ein Spaziergang durch Republic Street.

Expert Insight: Der Kanonengruß vom Oberen Barrakka-Garten findet täglich um 12:00 Uhr statt – ein kleines Spektakel, das viele Reisende erst nachträglich auf Instagram entdecken. Einfach einplanen.

Mdina: Anfang oder Ende der Route?

Mdina besser früh morgens besuchen – vor 9 Uhr gehört die Stille Stadt fast einem allein.

Wer Mdina um 10 Uhr betritt, trifft auf Reisegruppen. Wer um 7:30 Uhr dort steht, erlebt eine fast gespenstisch ruhige Altstadtatmosphäre. Die Fahrt hinein ist mit dem Auto möglich, aber Parkplätze sind rar. Besser in Rabat parken und zu Fuß durch das Haupttor gehen.

Wie baue ich die Three Cities in meine Route ein?

Three Cities als Halbtagestour kombinieren mit Valletta – beide liegen am Grand Harbour und ergänzen sich ideal.

Mit dem Mietwagen nach Vittoriosa, Parkplatz am Hafen, dann zu Fuß durch alle drei Städte. Die Fähre zwischen Valletta und Vittoriosa existiert und macht die Kombination noch schöner – Mietwagen in Vittoriosa lassen, mit der Fähre nach Valletta übersetzen, zurück mit dem Bus oder erneut mit der Fähre.

Welche Route führt zu den besten Stränden Maltas?

Golden Bay und Mellieħa Bay im Norden für Sand, St. Peter’s Pool im Süden für Felsenpools, Blue Lagoon auf Comino per Boot.

Malta ist kein klassisches Strandreiseziel, aber es gibt gute Optionen. Golden Bay ist der schönste Sandstrand auf der Hauptinsel. St. Peter’s Pool bei Marsaxlokk ist ein spektakulärer Naturpool ohne Tourismus-Infrastruktur – kein Kiosk, kein Eintritt, nur Felsen und klares Wasser. Für die Blue Lagoon auf Comino gibt es keine Mietwagen-Alternative: Bootsausflug von Ċirkewwa oder Sliema buchen.

Wo liegt die Blaue Grotte und wie erreiche ich sie?

Die Blaue Grotte liegt an Maltas Südwestküste bei Wied iż-Żurrieq – etwa 30 Minuten von Valletta mit dem Auto.

Die eigentliche Grotte sieht man nur per Boot – kleine Ruderboote starten vom Anleger in Wied iż-Żurrieq. Fahrt kostet etwa 10 Euro pro Person, dauert 25 Minuten. Parkplätze direkt am Anleger sind begrenzt; früh ankommen. Bei starkem Wind fallen die Fahrten aus.

Wie plane ich einen Stopp an den Dingli Cliffs ein?

Dingli Cliffs als Abschluss einer Westroute einplanen – der Sonnenuntergang dort ist einer der schönsten Momente eines Malta-Trips.

Die Klippen sind über die L-Triq ta‘ Ħagret il-Mewwija erreichbar. Kein Eintritt, keine Infrastruktur außer einem kleinen Café. Wer die Klippen wandernd erkunden möchte, kann entlang des Randes Richtung Ħaġar Qim laufen – der Coastal Walk dauert mehrere Stunden.

Lohnt sich ein Abstecher zum Popeye Village?

Ehrlich gesagt: Es kommt auf die Erwartung an. Für Familien mit Kindern unter 12 Jahren ist das Popeye Village ein echter Highlight – bunte Holzhütten, Wasserspielzeug, eine entspannte Atmosphäre. Für alle anderen ist es ein Blick vom Parkplatz wert und dann weiter. Der Weg nach Anchor Bay ist in jedem Fall schön – die Bucht selbst ist hübsch, auch wenn man nichts bezahlt.

Wie integriere ich Marsaxlokk in meine Sonntagsroute?

Marsaxlokk am Sonntagmorgen ansteuern, Fischmarkt besuchen, Frühstück direkt am Hafen – dann Richtung Ħaġar Qim weiterfahren.

Der Sonntagsmarkt in Marsaxlokk ist touristisch, aber authentisch zugleich. Frisch gegrillter Fisch, Souvenirs, bunte Fischerboote. Man parkt am besten außerhalb des Zentrums und läuft am Hafenkai entlang. Unter der Woche ist der Ort ruhiger und in gewisser Weise schöner – weniger Marktbetrieb, dafür mehr Fischer.

Welche prähistorischen Tempel sollte ich einplanen?

Ħaġar Qim und Mnajdra im Süden Maltas, Ggantija-Tempel auf Gozo – beide sind UNESCO-Welterbe und älter als die ägyptischen Pyramiden.

Ħaġar Qim liegt direkt an der Küste, der Eintritt umfasst auch die nahegelegenen Mnajdra-Tempel. Das kleine Museum vor Ort erklärt den Kontext gut. Das Hypogäum in Paola ist das eindrucksvollste der drei Komplexe – ein unterirdisches Grabsystem aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. – aber Tickets sind auf wenige Besucher pro Tag begrenzt und müssen online vorgebucht werden.

Wie komme ich zur Blauen Lagune auf Comino?

Zur Blue Lagoon auf Comino gibt es keinen Mietwagen-Weg – Boote starten von Ċirkewwa (Nordmalta) oder Mġarr (Gozo).

Comino hat keine befestigten Straßen und praktisch keine permanente Bevölkerung. Das Einzige, wofür fast alle kommen, ist die Blue Lagoon – türkisblaues Wasser, das im Hochsommer von Hunderten Menschen bevölkert wird. Wer den Andrang vermeiden will: Früh oder in der Nebensaison. Im September ist das Wasser warm und die Boote weniger voll.

Welche Route eignet sich für einen Gozo-Tagesausflug?

Fähre in Ċirkewwa, dann Victoria und Zitadelle, Dwejra Bay, Ramla Bay – das schafft man entspannt an einem langen Tag.

Mit dem eigenen Mietwagen auf die Fähre fahren und auf Gozo flexibel sein – das ist die entspannteste Variante. Alternative: Auto auf Malta lassen, auf Gozo ein günstiges Fahrzeug mieten. Letzteres spart Fährgebühren für den Wagen (Rückfahrt kostet, Hinfahrt ist kostenlos für Passagiere).

Wie plane ich 2 Tage auf Gozo?

Tag 1: Victoria, Zitadelle, Ggantija-Tempel, Marsalforn. Tag 2: Dwejra, Inland Sea, Xlendi Bay, Salzbecken Xwejni.

Gozo ist entspannter als Malta. Die Straßen sind ruhiger, die Ortschaften kleiner, der Verkehr überschaubarer. Wer auf Gozo übernachtet, erlebt die Insel nach 18 Uhr in einer fast meditative Ruhe. Xlendi Bay empfehlen viele Einheimische als schönstes Fleckchen der Insel – ein kleiner Fischereihafen mit Restaurants direkt am Wasser.

Wo nehme ich die Fähre nach Gozo?

Fähre ab Ċirkewwa im Nordwesten Maltas, Ankunft in Mġarr auf Gozo – Überfahrt dauert etwa 25 Minuten, Fähren fahren täglich im Stundentakt.

Die Fähre wird von Gozo Channel betrieben. Tickets kauft man direkt am Terminal, Vorabbuchen ist in der Regel nicht nötig. Ausnahme: Sommerferienzeit an Wochenenden – da kann es zu Wartezeiten kommen. Rückfahrt kostet für Fahrzeuge; Fußgänger zahlen nur auf der Rückfahrt nach Malta.

Brauche ich einen Mietwagen für einen Malta-Roadtrip?

Ja – der öffentliche Bus ist langsam und verbindet viele Sehenswürdigkeiten schlecht. Ein Mietwagen ist für flexible Routenplanung praktisch unverzichtbar.

Malta hat ein Busnetz, aber die Fahrpläne passen selten zu touristischen Routenplänen. Zwischen Dingli Cliffs, Blaue Grotte und Marsaxlokk an einem Tag? Mit dem Bus kaum realisierbar. Mit dem Mietwagen kein Problem. Wer auf Kosten achtet: Kleinwagen reichen völlig aus, größere Fahrzeuge kämpfen in Dorfstraßen.

Welche Fahrzeugkategorie eignet sich am besten?

Kompakter Kleinwagen – Klasse A oder B. Große SUVs sind in engen Gassen eine Last, nicht ein Vorteil.

Maltas Straßen in Altstädten wie Mdina, Vittoriosa oder Birżebbuġa sind eng. Ein Kleinwagen wie ein VW Polo oder Fiat 500 kommt überall durch und findet leichter Parkplätze. Klimaanlage ist kein Luxus, sondern Pflicht – besonders im Sommer.

Was muss ich beim Linksverkehr beachten?

Linksfahren, Lenkrad rechts, Überholen rechts – die ersten Stunden verlangen volle Konzentration, danach wird es intuitiver.

Der häufigste Fehler bei ungeübten Linksfahrern: an Kreuzungen zu weit nach links einbiegen. Kreisverkehre sind auf Malta häufig – dort gilt Linksfahren und die Einfahrenden haben Vorrang. Navi auf die Scheibe oder einen Ständer – Navigation ablenkt im Linksverkehr mehr als gewohnt.

Wie sind die Straßenverhältnisse auf Malta?

Überraschend durchwachsen. Hauptstraßen wie die Flughafen-Autobahn oder die Küstenstraße nach Mellieħa sind gut ausgebaut. Landstraßen und Dorfzufahrten zeigen Schlaglöcher und enge Engpässe. In Valletta sind viele Straßen für den allgemeinen Verkehr gesperrt oder mit Schildern verwirrend markiert. Mautstraßen gibt es auf Malta nicht.

Wo finde ich Parkplätze entlang der Route?

An Hauptsehenswürdigkeiten gibt es Parkplätze – oft kostenpflichtig, selten riesig. Früh anreisen lohnt sich.

Ħaġar Qim hat einen eigenen Parkplatz. Dingli Cliffs: Straßenrand. Marsaxlokk: Parkplatz am Ortseingang. Blaue Grotte: kleiner Parkplatz direkt am Anleger. In Valletta: Park-and-Ride nutzen oder außerhalb parken und mit dem Bus ins Zentrum. Parkgebühren sind moderat, meist unter 3 Euro pro Stunde.

Welche Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten?

Innerorts 50 km/h, Landstraßen 80 km/h, Schnellstraßen 100 km/h. Radarkontrollen gibt es regelmäßig.

Die Limits sind vergleichbar mit Deutschland, werden aber von einheimischen Fahrern nicht immer eingehalten. Als Touristen-Mietwagenfahrer: lieber auf der sicheren Seite bleiben. Alkohol am Steuer gilt 0,8 Promille – streng kontrolliert.

Wie navigiere ich am besten auf Malta?

Google Maps funktioniert gut auf Malta – für Offline-Nutzung Karte vorab herunterladen, Maps.me als Backup installieren.

Google Maps kennt die meisten Straßen auf Malta korrekt, auch kleinere Wege. In Valletta weist die Navigation manchmal in gesperrte Straßen – dort Augen offen halten. Waze ist bei Einheimischen beliebt und kennt lokale Staus besser. Eine physische Karte als Reserve schadet nie.

Welche Jahreszeit eignet sich am besten?

April bis Juni und September bis Oktober – angenehme Temperaturen, weniger Massen, günstigere Mietwagenpreise.

Juli und August sind extrem heiß (35–40 Grad), touristisch überlaufen und teuer. März ist noch kühl, aber Sehenswürdigkeiten sind leer. Der goldene Kompromiss liegt im Herbst: warmes Wasser, angenehme Luft, weniger Andrang. Im Winter ist Malta angenehm mild, aber manche Strände und Bootsausflüge sind nicht in Betrieb.

Sollte ich täglich die Unterkunft wechseln oder eine Basis wählen?

Eine Basis ist besser – Malta ist klein genug, dass man von einem zentralen Standort alle Regionen erreicht.

Sliema oder St. Julian’s sind ideal: zentral, gut angebunden, gute Hotelauswahl. Wer auf Gozo übernachten will, wechselt die Basis für 1 bis 2 Nächte. Täglich umziehen bedeutet täglich Ein- und Auschecken, Koffer schleppen und Orientieren – das frisst wertvolle Roadtrip-Zeit.

Was kostet ein Mietwagen für eine Woche?

Ein Kleinwagen für 7 Tage kostet je nach Saison zwischen 150 und 350 Euro – Vollkaskoversicherung empfohlen.

Lokale Anbieter sind oft günstiger als internationale Ketten, sollten aber sorgfältig ausgewählt werden. Wichtig: Fahrzeugzustand vor Übernahme fotografieren. Vollkasko (CDW) ist auf Maltas engen Straßen keine Vorsichtsübertreibung. Benzin ist günstiger als in Deutschland, ein voller Tank für die Woche kostet selten mehr als 40 Euro.

Was sind häufige Fehler bei der Malta-Routenplanung?

Zu viele Stopps an einem Tag ist der Klassiker. Wer morgens in Valletta startet, mittags in Mdina ist, nachmittags an der Blauen Grotte und abends noch nach Marsaxlokk will, fährt mehr als er sieht. Zweiter häufiger Fehler: das Hypogäum spontan besuchen wollen – Tickets sind Wochen im Voraus ausgebucht. Dritter Fehler: im Sommer erst um 11 Uhr aufbrechen – dann kämpft man gegen Hitze und Parkplatzmangel gleichzeitig.

Häufige Fragen zum Malta-Roadtrip

Kann man Malta komplett in 3 Tagen per Mietwagen sehen?
Die wichtigsten Highlights ja – aber ohne Gozo und ohne Strandtage. Valletta, Mdina, Süden und Norden sind in drei Tagen realistisch machbar, wenn man früh startet und pro Tag zwei bis drei Stopps plant.
Braucht man auf Malta ein Navi oder reicht das Smartphone?
Google Maps auf dem Smartphone reicht völlig aus. Offline-Karte vorab herunterladen – das spart Roaming-Kosten und funktioniert auch in schlechter Netzabdeckung. Waze ist eine gute Alternative für Echtzeit-Verkehrsinfo.
Muss man die Fähre nach Gozo vorbuchen?
Nein – in der Regel nicht. In der Hochsaison an Wochenenden kann es zu kurzen Wartezeiten kommen, aber die Fähren fahren im Stundentakt. Fußgänger zahlen erst bei der Rückfahrt, Fahrzeuge zahlen beide Richtungen.
Gibt es Mautstraßen auf Malta?
Nein. Malta kennt keine Mautstraßen. Einzige relevante Kosten auf der Straße sind Parkgebühren an Sehenswürdigkeiten, die sich meist zwischen 1 und 3 Euro pro Stunde bewegen.
Wann sollte man an Sehenswürdigkeiten ankommen, um Massen zu vermeiden?
Mindestens eine Stunde vor der offiziellen Öffnungszeit. Mdina, Valletta und die Blaue Grotte füllen sich ab 10 Uhr schnell. Wer um 8 Uhr da ist, hat eine andere Erfahrung – ruhiger, schöner, besser für Fotos.

Malta ist klein, aber keineswegs einfach zu bereisen – zumindest nicht, wenn man mehr will als Poolliege und Abendessen. Ein gut geplanter Roadtrip bringt alles zusammen, was diese Insel so ungewöhnlich macht: prähistorische Tempel, barocke Städte, Klippenküsten und das türkisblaue Wasser der Blue Lagoon, alles innerhalb einer Fahrzeit, die anderswo kaum eine Stadtdurchquerung dauern würde. Der Schlüssel liegt darin, nicht zu viel auf einmal zu wollen – und früh aufzustehen.

Maja Kruse
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