Bayern Sehenswürdigkeiten: 47 schönste Orte + Geheimtipps

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Bayern vereint auf einem Bundesland, was andere Länder über Jahrhunderte mühsam versammeln: Alpenkulisse, Barockschlösser, mittelalterliche Altstädte, kristallklare Seen und dichte Wälder. Wer die schönsten Orte Bayerns kennenlernen möchte, steht vor der angenehmen Herausforderung, aus einer Fülle an Zielen auszuwählen – von Neuschwanstein über den Königssee bis zu den stillen Winkeln des Bayerischen Waldes. Dieser Artikel liefert eine kompakte, ehrliche Orientierung für alle, die mehr sehen wollen als nur das Offensichtliche.

Inhaltsverzeichnis

Kurz zusammengefasst

Bayern bietet eine einzigartige Kombination aus Alpenlandschaft, historischen Städten und kulturellen Sehenswürdigkeiten. Die bekanntesten Highlights sind Schloss Neuschwanstein, der Königssee, die Zugspitze und Städte wie München, Regensburg und Bamberg. Mit der richtigen Planung lassen sich Menschenmassen umgehen und echte Entdeckungen machen.

Wichtiger Hinweis

Für beliebte Ziele wie Schloss Neuschwanstein oder die Zugspitze empfiehlt sich eine Vorab-Reservierung – besonders in der Hochsaison zwischen Juni und September. Ohne Ticket oder feste Zeit kann der Besuch schnell zur Warteschlangen-Erfahrung werden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Schloss Neuschwanstein: Pflichtprogramm, am besten früh morgens oder mit Vorabreservierung
  • Königssee und Eibsee: spektakuläre Seen mit sehr unterschiedlichem Charakter
  • Zugspitze, Berchtesgaden, Allgäu: drei sehr verschiedene Alpenerlebnisse
  • Bamberg, Regensburg, Rothenburg: mittelalterliche Städte mit echter Substanz
  • Herbst und Frühjahr: oft bessere Bedingungen als der volle Sommer
  • Bayern-Ticket: lohnt sich für Tagesausflüge mit öffentlichen Verkehrsmitteln
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„Bayern ist kein Bundesland, das man in einer Woche abarbeitet. Die schönsten Momente entstehen oft abseits der üblichen Route – wenn das Wetter umschlägt, der Nebel über dem Chiemsee hängt oder man in Bamberg in eine Gasse einbiegt, die kein Reiseführer kennt.“
— Markus Riedlberger, Reisejournalist und Bayern-Kenner. Schreibt seit über zwölf Jahren über Reiseziele in Deutschland und Österreich, mit Schwerpunkt auf nachhaltigem und regionalem Tourismus.

Was macht Bayern zu einem der schönsten Reiseziele Deutschlands?

Bayern kombiniert Alpine Naturkulissen, barocke Architektur und lebendige Städtekultur auf engem Raum – das gibt es in dieser Dichte nirgendwo sonst in Deutschland.

Was Bayern von anderen Regionen unterscheidet, ist die Gleichzeitigkeit von Extremen: Eine Stunde südlich von München beginnen die Alpen. Eine Stunde nördlich liegt das fränkische Weinland. Dazwischen dehnen sich Seen, Moorlandschaften und mittelalterliche Städtchen. Das schafft eine Reisedichte, die vielen anderen Destinationen fehlt.

Hinzu kommt eine gelebte Regionalkultur – ob Volksfeste, Biergartenkultur oder die besondere Architektur der Dorfkirchen. Bayern wirkt nicht wie ein Freilichtmuseum, sondern wie ein Ort, der seine Eigenheiten noch ernst nimmt.

Welche sind die schönsten Schlösser und Burgen in Bayern?

Neuschwanstein, Linderhof und Herrenchiemsee gelten als die drei bedeutendsten Königsschlösser – dazu kommen zahlreiche mittelalterliche Burgen in Franken und Schwaben.

Warum ist Schloss Neuschwanstein ein Muss für Bayern-Besucher?

Wer das erste Mal die Silhouette von Neuschwanstein über den Baumwipfeln auftaucht sieht, versteht sofort, warum das Schloss so oft fotografiert wird. Der Bau, den Ludwig II. ab 1869 in den Ammergauer Alpen errichten ließ, ist kein historisches Schloss im klassischen Sinne – sondern eine romantische Vision, die Wirklichkeit wurde. Die Innenräume sind üppig ausgestattet, der Besuch läuft streng getaktet in Führungsgruppen ab.

Wer früh morgens kommt – also zur Öffnung um 9 Uhr – findet weniger Betrieb und besseres Licht für Fotos von der Marienbrücke. Die Tickets sollte man online im Voraus buchen.

Was macht Schloss Linderhof so besonders?

Linderhof ist das einzige Schloss Ludwigs II., das zu seinen Lebzeiten fertiggestellt wurde – und das kleinste. Gerade deshalb wirkt es persönlicher als Neuschwanstein. Der Park mit Venusgrotte und Maurischem Kiosk ist bemerkenswert und unterschätzt. Viele Besucher verbringen hier ebenso viel Zeit wie im Schloss selbst.

Lohnt sich ein Besuch von Schloss Herrenchiemsee?

Herrenchiemsee auf der gleichnamigen Chiemsee-Insel ist nur per Fähre erreichbar – was dem Besuch etwas Besonderes gibt. Das Schloss orientiert sich an Versailles und beherbergt heute auch das Dokumentationsmuseum zur Entstehung des Grundgesetzes. Der Spaziergang über die Insel lohnt sich auch ohne Schlossbesuch.

Welche mittelalterlichen Burgen in Bayern sind besonders sehenswert?

Franken ist das eigentliche Burgenland Bayerns. Die Burg Nürnberg, die Festung Rosenberg in Kronach und die Plassenburg in Kulmbach sind drei sehr unterschiedliche Beispiele. Wer abseits der Touristenpfade sucht, findet entlang des Altmühltals dutzende Ruinen in beeindruckenden Lagen.

Welche bayerischen Seen gehören zu den schönsten Deutschlands?

König ssee, Eibsee, Walchensee, Chiemsee und Tegernsee – Bayern besitzt einige der malerischsten Seen Deutschlands, jeder mit einem ganz eigenen Charakter.

See Besonderheit Aktivitäten Geeignet für
Königssee Fjordartig, Nationalpark, Elektroboote Bootsfahrt, Wandern, Klettern Naturliebhaber, Fotografen
Eibsee Türkisblaues Wasser, Zugspitz-Kulisse Schwimmen, SUP, Radfahren Ruhesuchende, Familien
Chiemsee Größter Binnensee Bayerns, Inseln Segeln, Radfahren, Schlossbesuch Aktivurlauber, Familien
Tegernsee Mondäner Charme, nahe München Baden, Wandern, Biergarten Tagesausflügler, Genießer
Walchensee Tiefblau, windig, Surferparadies Windsurfen, Kiten, Wandern Sportler, Abenteurer

Was macht den Königssee so einzigartig?

Der Königssee liegt vollständig im Nationalpark Berchtesgaden und ist einer der saubersten Seen Deutschlands. Motorboote sind verboten – nur Elektroboote gleiten über das Wasser. Das Echo-Erlebnis, wenn die Bootskapitäne ein Trompeten-Signal in die Felswände blasen, ist ein echter Gänsehautmoment. Man muss ihn erlebt haben.

Warum gilt der Eibsee als Geheimtipp unter den bayerischen Seen?

Geheimtipp ist relativ – wer im Hochsommer zum Eibsee kommt, trifft auf volle Parkplätze. Aber verglichen mit dem Andrang in Garmisch selbst wirkt er ruhiger. Das Wasser leuchtet in einem karibisch anmutenden Türkisblau, im Hintergrund thront die Zugspitze. Der Rundweg um den See dauert etwa zwei Stunden und ist auch für Familien gut machbar.

Welche Aktivitäten bietet der Chiemsee?

Der Chiemsee – Bayerns größter See – bietet genug für mehrere Tage. Segelschulen, Radwege um das gesamte Ufer, Fähren zu den Inseln Herren- und Fraueninsel, dazu eine gut ausgebaute Gastronomie in Prien und Seeon. Wer mit Kindern kommt, findet breite Badebuchten mit flachem Einstieg.

Ist der Tegernsee auch für Tagesausflüge geeignet?

Der Tegernsee ist von München aus in unter einer Stunde erreichbar – mit dem Bayern-Ticket sogar ohne Auto. Rottach-Egern, Bad Wiessee und Tegernsee-Stadt haben unterschiedliche Charaktere: mondän, gemütlich, bürgerlich. Ein Ausflug lohnt sich schon ab Halbtagszeit.

Was unterscheidet den Walchensee von anderen bayerischen Seen?

Der Walchensee ist tiefer, kühler und windiger als die meisten anderen Seen – ideale Bedingungen für Windsurfer und Kitesurfer. Wer stille Badebuchten sucht, ist hier falsch. Wer spektakuläre Aussichten, klares Wasser und sportliche Aktivitäten sucht, richtig.

Welche sind die spektakulärsten Bergregionen in Bayern?

Die Zugspitze, das Berchtesgadener Land und das Allgäu bieten drei grundverschiedene Alpenerlebnisse – von Hochgebirge bis zu sanften Voralpenlandschaften.

Was erwartet Besucher auf der Zugspitze?

Deutschlands höchster Berg auf 2.962 Metern ist mit Seilbahn und Zahnradbahn erreichbar – kein Bergsteiger-Pflichtprogramm, aber ein beeindruckendes Erlebnis. Bei klarem Wetter reicht der Blick bis zu den Dolomiten. Im Sommer kann es trotz Sonnenschein oben sehr kalt werden. Warme Kleidung einpacken, auch wenn unten 28 Grad herrschen.

Welche Wanderungen im Berchtesgadener Land sind besonders lohnenswert?

Das Berchtesgadener Land kombiniert Nationalpark, Königssee und den Kehlstein auf bemerkenswert engem Raum. Die Wanderung zur Archenkanzel am Königssee ist technisch einfach und fotografisch grandios. Wer es anspruchsvoller mag: Der Weg zur Blaueishütte mit Gletscherblick zählt zu den schönsten Halbtagstouren in den Bayerischen Alpen.

Warum gilt das Allgäu als Paradies für Naturliebhaber?

Das Allgäu ist sanfter als Berchtesgaden – mehr Wiesen, mehr Kühe, mehr Romantik. Neuschwanstein liegt hier, aber auch das Stillachtal, die Breitachklamm oder das weniger bekannte Kleinwalsertal direkt an der Grenze zu Österreich. Im Frühling blühen die Alpenwiesen, im Herbst färben sich die Hänge – das Allgäu braucht kein Werbematerial.

Welche leichten Bergtouren eignen sich für Familien in Bayern?

Nicht jede Bergtour verlangt Kletterausrüstung:

  • Herzogstand am Walchensee (mit Gondel, kurze Gehzeit zum Gipfel)
  • Tegelberg bei Füssen (Seilbahn, dann einfacher Gipfelweg)
  • Blombergbahn bei Bad Tölz (Familienberg mit Sommerrodelbahn)
  • Wendelstein bei Rosenheim (Zahnradbahn, breiter Gipfelweg)
Expert Insight
Wer mit Kindern wandert, sollte Touren mit maximal 300 Höhenmetern und klaren Wegmarkierungen wählen. Viele bayerische Berggasthöfe liegen auf halber Strecke – das macht die Motivation deutlich einfacher.

Welche bayerischen Städte sollte man unbedingt besuchen?

München, Regensburg, Bamberg, Rothenburg ob der Tauber und Nürnberg sind die bedeutendsten Stadtziele – jede mit einer ganz eigenen Identität.

Was sind die Highlights bei einem München-Besuch?

München funktioniert auf vielen Ebenen gleichzeitig: Weltklasse-Museen wie das Deutsche Museum oder die Alte Pinakothek, Parks wie der Englische Garten, Märkte wie der Viktualienmarkt und natürlich die Biergartenkultur. Wer nur ein Wochenende hat, sollte Schwabing, die Maxvorstadt und die Isarpromenade priorisieren – das zeigt München von seiner besten Seite.

Warum ist die Altstadt von Regensburg UNESCO-Welterbe?

Regensburg hat den Zweiten Weltkrieg fast unbeschadet überstanden – und besitzt deshalb eine mittelalterliche Altstadt, die in Deutschland ihresgleichen sucht. Die Steinerne Brücke aus dem 12. Jahrhundert, die Gässchen rund um den Dom, die Patriziertürme: Das ist keine Kulisse, das ist gewachsene Geschichte. Dazu eine lebendige Studenten- und Gastroszene, die die Stadt jung hält.

Was macht Rothenburg ob der Tauber so malerisch?

Rothenburg ist fast zu perfekt – und genau das polarisiert. Die mittelalterliche Stadtmauer steht noch vollständig, die Fachwerkhäuser sind tadellos restauriert, im Sommer wimmelt es von Reisegruppen. Wer früh morgens oder außerhalb der Hauptsaison kommt, erlebt eine Stadt, die tatsächlich verzaubert. Der Sonnenuntergang von der Stadtmauer ist ein echtes Erlebnis.

Welche Sehenswürdigkeiten bietet Bamberg?

Bamberg ist für Kenner die schönste Stadt Bayerns. Keine große Einzelsehenswürdigkeit, aber ein Gesamtbild, das keine andere Stadt bietet: Dom, Altes Rathaus mitten in der Regnitz, Rosengarten, Klein-Venedig. Und die Bierkultur – neun Brauereien für 75.000 Einwohner. Das ist kein Zufall.

Lohnt sich ein Ausflug nach Nürnberg?

Nürnberg wird unterschätzt. Die Kaiserburg über der Altstadt, das Germanische Nationalmuseum, die Frauenkirche und die Dokumentationsstätte des Reichsparteitagsgeländes machen die Stadt zu einem der vielschichtigsten Reiseziele in Bayern. Nürnberg ist keine halbe Tagesreise wert – man braucht mindestens zwei Tage.

Welche Naturparks und Nationalparks in Bayern sind am schönsten?

Der Nationalpark Berchtesgaden und der Bayerische Wald als erster Nationalpark Deutschlands bieten die wildesten Naturerlebnisse. Die Partnachklamm ist ein spektakuläres Tagesausflugsziel.

Was kann man im Nationalpark Berchtesgaden erleben?

Der einzige Hochgebirgsnationalpark Deutschlands schützt über 200 Quadratkilometer unberührter Natur. Steinböcke, Bartgeier, ursprüngliche Wälder – das ist kein Freizeitpark, sondern echte Wildnis. Ranger-Führungen geben tiefe Einblicke in das Ökosystem. Besonders eindrucksvoll: die Wanderung entlang des Königssees bis nach Salet.

Welche Wanderwege führen durch den Bayerischen Wald?

Der Bayerische Wald ist das grüne Gegenstück zu den Alpen – ruhiger, weiter, weniger bekannt. Der Goldsteig, mit über 660 Kilometern einer der längsten Wanderwege Deutschlands, durchquert die Region. Kürzere Etappen zwischen Zwiesel und Bodenmais lassen sich gut als Tagestouren gestalten. Im Winter liegt hier oft mehr Schnee als in vielen Skiregionen der Alpen.

Ist die Partnachklamm bei Garmisch einen Besuch wert?

Ja – aber man sollte wissen, was einen erwartet. Die Partnachklamm ist enger, feuchter und dramatischer als die meisten anderen Klammen Bayerns. Das Wasser donnert wenige Meter neben dem Weg durch die Schlucht. An manchen Stellen wird man nass, ohne es zu wollen. Festes Schuhwerk ist Pflicht, nicht Empfehlung.

Welche versteckten Geheimtipps gibt es in Bayern?

Abseits der großen Hotspots bietet Bayern stille Seen, vergessene Orte und fränkische Kleinstädte, die kaum internationaler Tourismus berührt.

Wo findet man in Bayern noch unberührte Natur?

Das Altmühltal zwischen Gunzenhausen und Kelheim gehört zu den schönsten und gleichzeitig am wenigsten überlaufenen Naturregionen Bayerns. Kanufahren auf der Altmühl, Radwandern durch Jurakalklandschaften, Übernachten in kleinen Gasthöfen. Kein Instagram-Hype, dafür echte Stille.

Welche weniger bekannten Orte in Franken sind einen Besuch wert?

Kronach mit der Festung Rosenberg, Coburg mit der imposanten Veste, Dinkelsbühl als ruhigere Alternative zu Rothenburg – Franken hat eine Dichte an mittelalterlicher Bausubstanz, die kaum gewürdigt wird. Dazu Weinstraßen rund um Würzburg, die auch bei internationalem Publikum bisher wenig bekannt sind.

Gibt es in Bayern schöne Orte abseits des Massentourismus?

Der Staffelsee nördlich von Murnau ist deutlich ruhiger als Tegernsee oder Starnberger See. Der Ort Murnau selbst, der Blaue Reiter-Geschichte besitzt, ist kulturell interessant. Das Ammertal zwischen Peißenberg und Oberammergau lädt zu Radtouren durch eine Landschaft ein, die kaum jemand kennt – aber die genau so aussieht wie man sich Bayern vorstellt.

Wann ist die beste Reisezeit für die schönsten Orte in Bayern?

Frühling und Herbst bieten die beste Kombination aus mildem Wetter, weniger Besucherandrang und landschaftlicher Schönheit. Der Hochsommer hat Vorteile, aber auch klare Nachteile.

Jahreszeit Stärken Schwächen Empfehlung für
Frühling Alpenblüte, wenig Betrieb, günstig Wetter wechselhaft, Berge noch Schnee Städte, Seen, leichte Wanderungen
Sommer Badeseen, Bergwandern, lange Tage Hohe Preise, Massen, Hitze im Tal Alpen, Seen, aktive Urlauber
Herbst Farben, Nebel, Bierfeste, Ruhe Tage kürzer, Bergwetter instabiler Naturfotos, Städtereisen, Kultur
Winter Skifahren, Weihnachtsmärkte, Schnee Teuer in Skiorten, Schlösser reduziert Skifahrer, Romantik, Städte

Welche bayerischen Orte sind im Frühling besonders reizvoll?

Das Allgäu im Mai, wenn die Alpenwiesen ergrünen und die Berge noch schneebedeckt sind – das ist einer der schönsten Anblicke, die Bayern zu bieten hat. Auch Bamberg und Regensburg zeigen sich im Frühjahr ohne Tourismusschwemme von ihrer besten Seite.

Was macht Bayern im Herbst so attraktiv?

Oktober und November verwandeln den Bayerischen Wald in ein Farbenmeer. Morgennebel über Seen, goldene Buchenwälder, leer gefallene Wege – wer Bayern im Herbst kennenlernt, versteht oft, warum viele Reisende diese Jahreszeit der Hochsaison vorziehen. Dazu kommen die Wiesn in München und zahlreiche Volksfeste in der Region.

Wie plant man eine Rundreise zu den schönsten Orten Bayerns?

Eine Woche Bayern lässt sich gut als Südschleife durch Alpen und Seen oder als Kulturroute durch Franken planen – eine Kombination beider Routen braucht mindestens zehn Tage.

Welche Route eignet sich für eine Woche Bayern-Rundreise?

Eine klassische Wochenroute beginnt in München, führt nach Garmisch-Partenkirchen mit Zugspitze, dann zum Schloss Neuschwanstein, weiter über den Chiemsee nach Berchtesgaden und zum Königssee, und endet nach einer Nacht in Regensburg zurück in München. Das ist machbar – aber keine Entspannungsreise.

Kann man Bayerns Highlights auch an einem Wochenende erleben?

Ein Wochenende reicht für ein bis zwei starke Eindrücke. Neuschwanstein plus Eibsee ist ein klassisches Kurzreise-Duo. Alternativ: Berchtesgaden und Königssee. Wer Städte bevorzugt: Bamberg und Regensburg liegen nahe beieinander und ergänzen sich gut.

Welche praktischen Tipps gibt es für den Besuch der schönsten Orte in Bayern?

Früh starten, Tickets vorab kaufen, Bayern-Ticket nutzen und Randzeiten bevorzugen – das sind die vier wichtigsten praktischen Regeln für stressfreie Bayern-Reisen.

Wie vermeidet man Menschenmassen an beliebten bayerischen Sehenswürdigkeiten?

Neuschwanstein öffnet um 9 Uhr – wer um 8:30 Uhr am Ticketcenter ist, erlebt das Schloss in einer anderen Atmosphäre als jemand, der um 11 Uhr ankommt. Gleiches gilt für Partnachklamm, Zugspitze und Königssee. Der einfachste Trick: einen Tag früher oder später reisen als das Wochenende.

Welche Bayern-Tickets und Rabattkarten lohnen sich?

  • Bayern-Ticket: Ein-Tages-Ticket für alle Nahverkehrsmittel in Bayern, ideal für Tagesausflüge
  • Schlossercard Bayern: Jahreskarte für alle staatlichen Schlösser, ab 2 Schlossbesuchen wirtschaftlich
  • Gästekarten: Viele Tourismusregionen bieten kostenlose ÖPNV-Nutzung und Rabatte

Braucht man in Bayern ein Auto oder reichen öffentliche Verkehrsmittel?

Für die großen Ziele – München, Regensburg, Bamberg, Neuschwanstein, Berchtesgaden – ist ein Auto keine Pflicht. Mit dem Bayern-Ticket und gezielter Planung kommt man weit. Für abseits gelegene Seen oder Wanderausgangspunkte ist ein Auto aber oft deutlich praktischer.

Welche bayerischen Orte eignen sich besonders für Familien?

Der Chiemsee, der Tegernsee, Garmisch-Partenkirchen und der Bayerische Wald bieten besonders viele familientaugliche Aktivitäten.

Wo können Kinder in Bayern Natur erleben?

Das Nationalpark-Besucherzentrum Berchtesgaden hat kindgerechte Ausstellungen über das alpine Ökosystem. Der Tierpark Hellabrunn in München gehört zu den schönsten Zoos Deutschlands. Im Bayerischen Wald gibt es Baumwipfelpfade und Wildgehege, die Kinder begeistern – ohne Kletterausrüstung oder Gebirgserfahrung.

Welche Ausflugsziele in Bayern sind kinderwagentauglich?

Der Rundweg am Eibsee ist gut befestigt und kinderwagentauglich. Die Altstadt von Regensburg ist weitgehend eben. Am Chiemsee gibt es breite Wege direkt am Ufer. Wer mit Kinderwagen in die Berge möchte, ist mit Seilbahnstationen und den Wegen direkt am Bergrestaurant am besten beraten.

Welche Instagram-würdigen Fotospots gibt es in Bayern?

Marienbrücke bei Neuschwanstein, Eibsee mit Zugspitzblick, der Königssee, Bamberger Altstadt und der Herbstnebel über dem Chiemsee gehören zu den stärksten Bildmotiven.

Wo entstehen die schönsten Landschaftsfotos in Bayern?

Die Marienbrücke über der Pöllatschlucht bietet den ikonischen Neuschwanstein-Blick – früh morgens ohne die Massen. Der Alpsee direkt unterhalb des Schlosses spiegelt das Gebäude bei ruhigem Wetter. Am Königssee entstehen im Herbst besondere Nebelbilder. Wer in Bamberg fotografiert, sollte die Regnitz-Spiegelung früh morgens abpassen – das Alte Rathaus sieht kaum irgendwo besser aus als von der Brücke in der blauen Stunde.

Häufig gestellte Fragen

Welche bayerischen Orte sollte man im Sommer unbedingt gesehen haben?

Im Sommer sind Königssee, Eibsee und Zugspitze absolute Höhepunkte. Wer Städte bevorzugt, erlebt München mit Biergärten und Englischem Garten von seiner entspanntesten Seite. Früh starten lohnt sich überall.

Wie viele Tage braucht man für eine gute Bayern-Reise?

Eine Woche erlaubt eine solide Kombination aus Alpen, Seen und einer bis zwei Städten. Für einen wirklich umfassenden Eindruck – inklusive Franken und Bayerischem Wald – sollten es mindestens zehn Tage sein.

Ist Bayern teuer als Reiseziel?

München und die Alpenregion gehören zu den teureren deutschen Reisezielen. Franken und der Bayerische Wald sind deutlich günstiger. Mit Gästecard, Bayern-Ticket und Selbstverpflegung lässt sich ein Großteil der Kosten dämpfen.

Welche bayerische Region ist am wenigsten touristisch?

Das Altmühltal, das nördliche Franken und der Bayerische Wald sind deutlich weniger touristisch als die Alpenregion. Wer echte Ruhe sucht, findet sie dort – oft mit sehr gutem regionalen Essen und günstigen Unterkünften.

Braucht man für Schloss Neuschwanstein zwingend ein Ticket im Voraus?

In der Hochsaison (Juli bis September) dringend empfohlen – Tickets werden online verkauft und oft früh ausgebucht. Außerhalb der Saison sind auch Tageskassen möglich, aber eine Reservierung spart immer Wartezeit.

Fazit

Bayern ist kein Reiseziel, das man in einer Woche erschöpft – und das ist sein eigentlicher Wert. Wer über die offensichtlichen Highlights hinausschaut, entdeckt ein Bundesland mit einer landschaftlichen und kulturellen Tiefe, die in Deutschland kaum ihresgleichen hat. Die schönsten Orte in Bayern sind nicht immer die bekanntesten. Manchmal ist es eine Nebelstimmung über dem Staffelsee im Oktober, eine Gasse in Bamberg, die kein Reiseführer erwähnt, oder ein Bergweg im Allgäu, der einem das Gefühl gibt, die einzige Person auf der Welt zu sein. Planen lohnt sich – aber etwas Raum für das Unerwartete lassen sich die besten Bayern-Reisen immer.

Maja Kruse
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